Veränderung verläuft selten geradlinig. Besonders herausfordernd sind die Phasen dazwischen – wenn das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht greifbar ist. In genau diesen Momenten entstehen oft Unsicherheit, Orientierungsverlust und der Wunsch, schnell wieder Stabilität herzustellen.
Doch Entwicklung benötigt diesen Zwischenraum.
Das Trapezmodell macht sichtbar, dass Veränderung nicht nur aus „Vorher“ und „Nachher“ besteht, sondern aus einem bewussten Loslassen, einem Übergang – und einem neuen Greifen. Es hilft Dir und Deinem Team, diese Phase nicht nur auszuhalten, sondern aktiv zu gestalten.
Hierfür empfehlen wir das Tool!
Du kennst vielleicht Situationen, in denen das Alte nicht mehr richtig funktioniert, das Neue aber noch nicht greifbar ist. Genau diese Übergangsphasen erleben viele Menschen und Teams als besonders anstrengend: Vertraute Muster tragen nicht mehr, Orientierung fehlt und gleichzeitig soll es irgendwie weitergehen.
Das Trapezmodell hilft Dir, solche Veränderungsphasen besser zu verstehen und bewusster zu gestalten. Es macht sichtbar, dass Entwicklung oft nicht geradlinig verläuft, sondern über ein „Dazwischen“ führt, schafft Orientierung in Zeiten, in denen Klarheit fehlt – und eröffnet einen konstruktiven Umgang mit Unsicherheit.
Gerade in Veränderungsprozessen ermöglicht es, innezuhalten, Dynamiken bewusst wahrzunehmen und neue Perspektiven zu entwickeln, statt vorschnell in Lösungen zu springen.
So funktioniert es gut!
Die folgenden Schritte helfen Dir beim Drahtseilakt von Veränderungen nicht abzustürzen.
Beschreibe Dein aktuelles Trapez
Was funktioniert bisher noch gut – und was nicht mehr?
Welche Routinen, Rollen oder Sicherheiten geraten gerade ins Wanken?
Benenne das Loslassen
Was musst Du möglicherweise bewusst lockern oder verabschieden, damit Entwicklung möglich wird?
Oft betrifft das:
- Gewohnheiten
- Dein Selbstbild
- Erwartungen
- Kontrollmuster
- bisherige Erfolgsstrategien
- ...
Erkunde die Flugphase
Wo befindest Du Dich gerade im Übergang?
Was fühlt sich noch unklar, offen oder verletzlich an?
Richte den Blick auf Ressourcen und Halt
Was hilft Dir oder Deinem Team, diese Übergangsphase auszuhalten?
Zum Beispiel:
- Austausch
- Orientierungsgespräche
- kleine Experimente
- klare Prioritäten
- Rituale oder Routinen
- ...
Entwickle erste Bilder vom neuen Trapez
Was könnte entstehen?
Welche neuen Möglichkeiten, Haltungen oder Arbeitsweisen zeigen sich bereits?
Darauf musst Du achten!
In Übergangsphasen entsteht häufig der Impuls, möglichst schnell wieder Sicherheit herzustellen. Das zeigt sich oft darin, am Alten festzuhalten oder vorschnell neue Lösungen zu erzwingen.
Das Trapezmodell setzt hier einen bewussten Gegenimpuls:
Der Übergang ist kein Problem, das gelöst werden muss – sondern ein wesentlicher Teil von Entwicklung.
Gerade die Phase des „Noch-nicht“ birgt Potenzial. Sie eröffnet neue Perspektiven, auch wenn sie sich zunächst unsicher anfühlt.
Hilfreiche Fragen können sein:
- Wie kannst Du Unsicherheit gestalten, statt sie nur zu vermeiden?
- Welche Bedingungen helfen Dir und anderen, in Bewegung zu bleiben?
 
 
So wird das Trapezmodell zu einem kraftvollen Instrument, um Veränderung nicht nur zu bewältigen, sondern bewusst zu gestalten...
- Nutze das Modell gezielt in Umbruchphasen
Besonders wirksam ist das Trapezmodell in Zeiten von Veränderung, Neuorientierung oder wachsender Komplexität. - Arbeite mit Bildern und Metaphern
Das Bild des Trapezes hilft, auch schwer greifbare Dynamiken verständlich zu machen – oft wirksamer als reine Problembeschreibungen. - Reflektiere Übergänge gemeinsam im Team
Unterschiedliche Perspektiven machen sichtbar, wo Menschen gerade stehen – und was sie brauchen. - Würdige bewusst das Ende des Alten
Abschiede sind ein wichtiger Teil von Entwicklung. Wer das Alte nicht würdigt, kann das Neue oft schwer greifen. - Plane mehr Orientierung ein als gewohnt
Übergänge brauchen mehr Kommunikation, mehr Austausch und bewusst gesetzte Haltepunkte.
So unterstützen wir Dich
Wir begleiten Dich (im Coaching) oder Dein Team (in der Teamentwicklung) dabei, das Trapezmodell wirksam einzusetzen – insbesondere in herausfordernden Veränderungssituationen.
Auf Wunsch moderieren wir Reflexionsräume, in denen Übergänge sichtbar und besprechbar werden. Wir helfen dabei, Dynamiken einzuordnen, das „Dazwischen“ auszuhalten und konkrete nächste Schritte zu entwickeln. So entsteht mehr Orientierung, mehr gemeinsames Verständnis – und mehr Sicherheit im Umgang mit Unsicherheit.