Tatsächlich suchen wir oft nach Gemeinsamkeiten. Unterschiede zwischen uns und anderen erleben wir schnell als sperrig und anstrengend. Dabei sind Unterschiede genau das, was Zusammenarbeit spannend macht und bei guter Integration und Abstimmung Innovationen fördern und Potenziale heben kann.
Hierfür empfehlen wir das Tool!
Du kennst bestimmt Situationen in Meetings oder Retrospektiven, in denen scheinbar schnell Einigkeit entsteht – aber irgendwie bleibt ein Restzweifel im Raum.
Vielleicht hast Du selbst schon erlebt, dass Dir ein Einwand auf der Zunge lag, Du ihn aber nicht ausgesprochen hast. Oder dass Entscheidungen im Nachgang brüchig werden, weil kritische Perspektiven nicht ausreichend Raum hatten.
Der „Racker“ hilft Dir dabei, genau diese Perspektiven bewusst einzuladen. Du gibst Widerspruch und kritischen Gedanken eine offizielle Rolle – und machst sie damit zu einem wertvollen Bestandteil Eurer Zusammenarbeit.
So funktioniert es gut!
Hier sind die wichtigen 5 Schritte um die Rolle des Rackers gut zu implementieren.
Bestimme einen "Racker" für das Meeting
Zu Beginn wird eine Person benannt, die für die Dauer des Meetings diese Rolle übernimmt.
Kläre die Aufgabe der Rolle
Der Racker schaut bewusst auf:
- mögliche Risiken und blinde Flecken
- Gegenargumente und unbequeme Perspektiven
- unausgesprochene Zweifel im Raum
Gib der Rolle aktiv Raum
Plane bewusst Momente ein, in denen der Racker seine Perspektive einbringt – z. B. vor Entscheidungen oder nach wichtigen Diskussionspunkten.
Lass die Rolle rotieren
Bestimme den Racker regelmäßig neu, damit die Rolle nicht an einer Person „kleben bleibt“.
Nutze die Erkenntnisse
Nimm die eingebrachten Perspektiven ernst und prüfe: Was bedeutet das für Deine Entscheidung oder Euer weiteres Vorgehen?
Darauf musst Du achten!
Widerspruch entsteht nicht automatisch – auch nicht mit Rolle. Entscheidend ist, wie sicher sich Menschen fühlen, ihre Perspektiven einzubringen.
Achte daher auf folgendes:
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- Die Rolle darf nicht zur Störung werden, sondern ist ausdrücklich erwünscht.
- Beiträge werden gehört und ernst genommen, nicht sofort abgewehrt.
Wichtig ist auch, dass die Rolle klar begrenzt und rotierend ist. So vermeidest Du, dass einzelne Personen dauerhaft in eine kritische Rolle gedrängt oder stigmatisiert werden.
So unterstützen wir Dich
Das Etablieren einer Widersacher- oder Racker-Rolle fußt in aller Regel auf einer guten Teamdynamik. Wir unterstützen Dich und Dein Team gerne im Rahmen einer Teamentwicklung dabei, eure Dynamiken besprechbar zu machen und eine Racker-Rolle einzuführen.
Dies empfehlen wir Dir zusätzlich
- Etabliere die Frage: „Was übersehen wir gerade?“ als festen Bestandteil Deiner Meetings.
- Verbinde die Rolle mit einer offenen Feedback- und Konfliktkultur.
- Nutze den Racker besonders bei wichtigen Entscheidungen.