Klärungshilfe

Empathie bedeutet, mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören und mit dem Herzen eines anderen zu fühlen.

– Alfred Adler

Und die Empathie, die Alfred Adler anspricht, ist für jede Art von Konfliktklärung unerlässlich. Nur wenn es gelingt, sich in die Perspektive des Gegenübers zu versetzen, die Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen, haben konfliktäre Situationen eine Chance auf nachhaltige Lösung. Dabei heißt verstehen wollen nicht automatisch, einverstanden zu sein. Wenn aber der Wille da ist, einander zu verstehen, kommt man in einem co-kreativen Prozess häufig auch zu einem Einverständnis.

Hierfür empfehlen wir das Tool!

Manchmal ist es einfach so, dass sich Menschen nicht verstehen. Sie kollidieren immer wieder und reden aneinander vorbei. Das erleben wir privat und an beruflichen Schnittstellen. Daraus können Konflikte entstehen, die Zeit und Kraft kosten. Im Organisationskontext kann dies dazu führen, dass gemeinsame Prozesse nicht weiterkommen und sich auf der inhaltlichen Ebene kein Fortschritt einstellt.

Wenn die handelnden Personen es aus eigener Energie und Kompetenz nicht schaffen, ihren gemeinsamen Knoten zu durchschlagen, braucht es Klärungshilfe durch eine:n Dritte:n. Das muss nicht immer gleich ein ausgebildeter Mediator sein, es kann auch ein:e Kolleg:in sein, die mit gezielten Fragen und einer guten Struktur eine Klärungshilfe leistet. Die Kernidee liegt hierbei in einem facettenreichen Perspektivwechsel.

So funktioniert es gut!

Darauf musst Du achten!

Bist Du in der Rolle der Klärungshelferin ist vor allem Allparteilichkeit wichtig. Mach zu Beginn deutlich, dass Du auf niemandes Seite stehst, sondern dass Deine Rolle in einer guten Prozessbegleitung liegt. Hast Du das Gefühl, Du kannst nicht allparteilich sein, weil Du eine sehr konkrete Meinung zum Sachverhalt hast, geh besser nicht als Klärungshelferin in diesen Prozess.

Bist Du als Klärungshelferin an Bord, lobe und verstärke die beiden in ihrem Bemühen, sich ineinander hineinzuversetzen und womöglich eigene Verhaltensänderungen zuzulassen und auszuprobieren. Oft ist es hilfreich, diese Verhaltensänderungen als Experiment zu rahmen und dafür einen Zeitraum festzulegen. Beide Parteien müssen sich also nicht komplett von rechts auf links in ihrem Wesen ändern – was manchmal befürchtet wird – sondern beide probieren vielmehr für einen definierten Zeitraum alternative Verhaltensweisen aus und haben die Aufgabe zu beobachten, was das mit einem selbst, mit dem anderen und mit dem gemeinsamen Thema macht.

Ist der Experimentalzeitraum abgelaufen, können beide in eine Retrospektive gehen – am besten auch durch Dich als Klärungshelferin moderiert – und auswerten, ob/inwieweit das Experiment die Situation verbessert hat. So committet man sich zunächst nur temporär zu einer Verhaltensänderung, was es leichter macht, ins Handeln zu kommen, auszuprobieren und die Wirksamkeit zu überprüfen.

So unterstützen wir Dich

Menschen in festgefahrenen Konfliktsituationen zu begleiten ist sehr anspruchsvoll. Wenn wir Dich dabei unterstützten können, nimm gerne Kontakt mit uns auf. Unsere ausgebildeten Klärungshelfer:innen unterstützen Dich gerne.

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