Inneres Team

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen.

– Johann Wolfgang von Goethe

Was Goethe in "Faust" beschreibt, ist eine Situation, die wir alle kennen. Innerlich sind wir hin- und hergerissen, es gibt gute Argumente für das Eine, aber eben auch für das Andere... und die große Frage ist "Wie soll ich mich entscheiden?"

Hierfür empfehlen wir das Tool!

Dieses Tool verwenden wir häufig in Coachings, wenn ein Coachee sich damit schwertut, eine Entscheidung zu treffen. „Engel links – Teufel rechts“ – das kennen wir doch aus „Jein“ von Fettes Brot. Es gibt halt so viele Entscheidungsfragen, bei denen mir eine innere Stimme das eine, und die andere innere Stimme das andere einflüstert. Und beide haben irgendwie Recht, denn sie wollen beide das Beste für mich – schließlich wohnen sie ja in mir. Oft bleibt es dann auch nicht bei zwei Stimmen, sondern auf einmal taucht da noch eine dritte, vierte oder fünfte Stimme in mir auf, die sich zu meiner Entscheidungsfrage äußern möchte. Diese Stimmen haben viel mit meiner Sozialisation zu tun und oftmals verbirgt sich hinter der einen Stimme eine Lebensweisheit meiner Oma, ein guter Rat eines Freundes, oder ein beiläufiger Kommentar eines Kollegen, der mir aber irgendwie hängen geblieben ist. All das arbeitet in mir und spricht manchmal in Entscheidungssituationen gleichzeitig mit mir. Und dann wird es unübersichtlich und ich fühle mich nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. In einer solchen Situation kann diese Übung helfen, weil sie Struktur in die innere Diskussion bringt und alle Stimmen würdigt.

So funktioniert es gut!

Ihr geht zu Zweit zusammen. Derjenige mit der Entscheidungsfrage ist der Coachee – die andere ist der Coach. Geht dann nach folgendem Ablauf vor:

Darauf musst Du achten!

Wie in einem echten Team ist es wichtig, dass alle Stimmen gehört werden, dass ihnen Raum und Aufmerksamkeit geschenkt wird und dass Du versuchst, die positive Absicht hinter ihrer Äußerung zu erkennen. Darin liegt ein zentraler Erfolgsfaktor dieser Übung. Gelingt Dir das, wird die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Stimmen später nicht wieder in Dir laut werden und Deine Entscheidung torpedieren.

Kurzfristig ist es ja manchmal leichter, einzelne Stimmen wegzudrücken oder zu ignorieren, die einem gerade nicht so gut gefallen. Aber je mehr Du versuchst, sie wegzudrücken, desto mehr werden sie im Nachgang im Hintergrund dafür sorgen, dass Deine Entscheidung nicht nachhaltig ist. Sie wollen, dass ihnen zugehört wird – und darin liegt die Kraft dieser Übung. Allein der Vorgang, dass Du allen Stimmen zuhörst, Ihren Meinungen Raum gibst und Ihre positive Absicht würdigst führt oft dazu, dass sie nicht mehr so stark – oder womöglich gar nicht – in den Widerstand gehen müssen. Ganz wie in echten Teams.

So unterstützen wir Dich

Wir haben das Format hier stark verkürzt dargestellt, da sich der nächste Schritt und das, was ein:e Coach fragt, immer von dem abhängt, was bisher gesagt wurde. Wenn wir Dich in einem Entscheidungsprozess unterstützen können, komme gerne auf uns zu und starte ein Coaching mit uns.

Dies empfehlen wir Dir zusätzlich

Das Innere Team geht auf Friedemann Schulz von Thun zurück, den wir sehr für seine weiteren Modelle und Tools zum Thema Kommunikation (mit sich selbst und mit anderen) empfehlen können. Hier ist das Innere Team noch einmal von ihm beschrieben.