Delegieren stellen sich manche wohlmöglich ganz leicht vor: Aufgabe weitergeben, fertig. Doch wer Führung wirklich ernst nimmt, weiß, dass Delegation weit mehr ist als ein Mittel zur eigenen Entlastung. Sie ist eines der wirksamsten Instrumente, um Menschen zu motivieren, zu entwickeln und langfristig ein Team aufzubauen, das entlang der individuellen Kompetenzen wirksam wird.
Hierfür empfehlen wir das Tool!
Kennst Du diese innere Stimme, die sagt: „Bis ich das erklärt habe, mach ich's lieber schnell selbst"? Oder: „Ich trage die Verantwortung, also muss ich das auch allein entscheiden"? Diese Gedanken sind menschlich und verständlich. Aber sie kosten Dich langfristig mehr, als sie dir sparen und sie kosten Dein Team vor allem die Chance, zu wachsen.
Das Magic Triangle der Delegation hilft Dir, bewusster zu entscheiden:
Warum delegiere ich diese Aufgabe und an wen?
So funktioniert es gut!
Bevor Du eine Aufgabe weitergibst, lohnt sich eine ehrliche Frage an Dich selbst: Was ist mein Hauptmotiv für diese Delegation? Die Antwort bestimmt, wen Du auswählst und wie Du die Übergabe gestaltest.
Entlastung
Du möchtest Kapazität freimachen? Dann such Dir eine Person, die die Aufgabe bereits gut beherrscht und sie zuverlässig erledigen kann. Achte aber darauf, dass Du dabei nicht immer auf dieselbe Person zurückgreifst! Das demotiviert und verteilt Verantwortung ungleich.
Motivation
Wem macht diese Aufgabe wirklich Spaß? Wenn jemand Interesse und die nötige Grundkompetenz mitbringt, kann Delegation ein echter Energiebooster sein. Falls Interesse vorhanden ist, die Fähigkeiten aber noch nicht ganz reichen, kombiniere dieses Motiv einfach mit dem nächsten.
Entwicklung
Hier wird Delegation zur Führungsarbeit. Du gibst jemandem eine Aufgabe, die sie oder er noch nicht vollständig beherrscht, mit dem Ziel, zu wachsen. Das kostet Dich ggf. mehr Zeit als die anderen beiden Varianten, zahlt sich aber langfristig aus:
Dein Team wird kompetenter, hat mehr Freude an der Zusammenarbeit und eine stärkere Bindung an Aufgabe und Mission. Wichtig dabei ist, Dich mit Anweisungen zurückzuhalten und lieber viel nachzufragen.
Darauf musst Du achten!
Delegation ist kein Selbstläufer, sie will gestaltet sein. Ein paar Fallstricke, die Du kennen solltest:
Wer nur im Sinne der Entlastung delegiert, entwickelt niemanden. Und wer immer nur entwickelt, überfordert Menschen und sich selbst. Das Magic Triangle hilft Dir, bewusst zwischen den drei Motiven zu wechseln – je nach Situation, Person und Zeitressourcen.
Beim Entwicklungsmodus ist die größte Versuchung, doch schnell einzugreifen oder zu korrigieren. Tue das so selten wie möglich. Fehler gehören dazu, sie sind der eigentliche Lernort. Deine Aufgabe ist es, den Rahmen sicher zu halten, nicht das Ergebnis zu kontrollieren.
Und schließlich: Delegation bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben. Du bleibst als Führungskraft verantwortlich, aber Du trägst diese Verantwortung, indem Du andere befähigst, nicht indem Du alles selbst machst.
So unterstützen wir Dich
Du möchtest Deine Führungsrolle weiterentwickeln und lernen, Delegation noch bewusster und wirksamer einzusetzen? Sprich uns gerne für ein Coaching oder eine Führungskräfteentwicklung an.
Dies empfehlen wir Dir zusätzlich
Situatives Führen nach Hersey & Blanchard ist ein klassisches Modell, das Delegation in einen größeren Führungsrahmen einbettet, sehr lesenswert als Ergänzung zu diesem Tool.