Teamzeit

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben

– Wilhelm von Humboldt

Bild eines Computers mit laufender Video-Konferenz

Tatsächlich zeichnet sich ein herausragendes Team vor allem durch psychologische Sicherheit dar. Amy Edmondson, eine der einflussreichsten Forscherinnen auf diesem Gebiet, bezeichnet psychologische Sicherheit frei übersetzt als „den Glauben daran, weder bestraft noch gedemütigt wird, wenn man Ideen äußert, Fragen stellt, Bedenken anspricht oder Fehler macht“. Psychologische Sicherheit ist dabei das Ergebnis eines intensiven und Austauschs zwischen Mitarbeitenden eines Teams, einer gemeinsamen Kultur der Wertschätzung, des gegenseitigen Vertrauens und anderer Einflussgrößen. Der erste Schritt auf diesem langen Weg kann die Teamzeit sein, denn sie sorgt für Aufmerksamkeit, die die Teammitglieder einander entgegenbringen.

Hierfür empfehlen wir das Tool!

Viele Teams haben Teamzeiten (und damit meinen wir kein starres Konzept, sondern die individuelle Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen und einander zuzuhören. Eine Möglichkeit, zur Gestaltung findest Du weiter unten) während der Corona-Pandemie und den Lockdowns eingeführt. Der Sinn war klar: „Wir sehen uns nicht mehr, das Teamgefühl geht verloren. Also schaffen wir uns einen Raum zum privaten und beruflichen Austausch.“ Da es momentan keine Lockdowns mehr gibt und es die Möglichkeit (teilweise Verpflichtung) gibt, an den Arbeitsplatz zu fahren, wurden auch die Teamzeiten zurückgefahren: „Wir sehen uns ja wieder im Büro, also können wir uns das sparen!“

Was viele Teams dabei vergessen: wir sehen uns noch immer deutlich weniger. Nach wie vor arbeiten viele Kolleg:innen aus dem Homeoffice und häufig bekommen wir mit, dass das Arbeiten im Büro eher lästig ist, weil man so viel unterbrochen wird. Falls Du das Gefühl hast, dass Dein Team auseinanderdriftet, dass sich die Mitarbeitenden wenig(er) untereinander kennen, dass sie gar nicht genau wissen, was die Kolleg:innen beschäftigt und / oder woran sie arbeiten, ist die Teamzeit genau das richtige für Dich!

So funktioniert es gut!

Wie oben schon dargestellt, gibt es nicht die eine Variante für eine Teamzeit. Du musst für Dich herausfinden – und wir empfehlen dafür mit dem eigenen Team zu sprechen – was dem Team gerade am meisten fehlt.

Darauf musst Du achten!

Teamzeiten funktionieren auch digital gut. Haben Deine Mitarbeiter:innen (und Du) die Kameras ausgeschaltet, solltet ihr gemeinsam überlegen, ob ihr eine eingeschaltete Kamera nicht zum Standard machen wollt. Ihr bekommt so einfach mehr voneinander mit.

Stand-up Meetings müssen nicht „daily“ durchgeführt werden. Wenn für euch zweimal pro Woche sinnvoller ist, startet damit und schaut, wie zufrieden ihr seid. Auch die Fragen sind nicht festgelegt (tatsächlich haben wir die dritte Frage oben gegenüber dem Originalformat aus Scrum schon etwas abgeändert). Schaut, was euch am besten hilft. Wichtig im Stand-up ist allerdings, dass ihr nicht ins Diskutieren geht oder sich einige wenige beteiligt sind, währen die anderen sich langweilen. Es sollte ein kurzes fachliches Status-Update bleiben.

Besonders in den Formaten, in denen es um persönliche Belange geht, ist es wichtig, dass Du Offenheit Deiner Teammitglieder förderst – auch dann, wenn Du kritisiert wirst oder Du inhaltlich anderer Meinung bist. Nur so förderst Du langfristig auch wirklich psychologische Sicherheit.

So unterstützen wir Dich

Du willst Deinem Team gerne zu einer besseren Zusammenarbeit verhelfen oder Deine Art zu Führen reflektieren? Dann sprich uns gerne für eine Teamentwicklung oder ein Coaching an.

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