Systemisches Portrait

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

– Frederick Barnard

Bild von ineinander verschlungenen Ringen

Das Zitat des Chicagoer Werbefachmanns, mit dem er Anfang der 1920er Jahre für Anzeigen auf Straßenbahnen warb, wird seither immer wieder verwendet, um deutlich zu machen, dass sich manche Dinge besser visuell als sprachlich ausdrücken lassen. Genauso ist es auch mit dem Beziehungsgeflecht, das uns umgibt. Es ist relativ schwierig, dieses für eine andere Person in Worte zu fassen. Bringt man es aber in eine visualisierte Form, so ist es nicht nur schnell begreifbar, sondern es werden auch schnell günstige und ungünstige Beziehungskonstellationen deutlich.

Hierfür empfehlen wir das Tool!

In Organisationsentwicklungsprojekten oder auch in Programmen zur Führungskräfteentwicklung arbeiten wir häufig auf den Interventionsebenen Haltung, Verhalten und Verhältnisse. Damit also Weiterentwicklung nachhaltig wirksam wird, braucht es zum einen den selbstreflektierten Blick auf sich selbst (Haltung), bewusste Verhaltensweisen in den richtigen Situationen, wie zum Beispiel achtsame Techniken des Zuhörens, und auch einen Blick auf das umgebende System (Verhältnisse), in dem wir uns bewegen.

Das systemische Portrait ist eine Visualisierungstechnik, mit der Du Dir einen Überblick darüber verschaffen kannst, welche Personen Dich in Deinem System umgeben, in welchem „Beziehungsgefüge“ Du mit diesen Personen stehst und wie diese Personen zueinanderstehen. Idee dieser Technik ist vor allem, dass Du herausfindest, wie Du auf Dein System einwirken kannst, um wirksam zu werden und eventuelle Spannungen zu lösen. Du kannst sie allein, mit einer Vertrauensperson oder auch im Team einsetzen.

So funktioniert es gut!

Am besten arbeitest Du Dich Schritt für Schritt durch die folgenden 9 Punkte.

Darauf musst Du achten!

Das fertige Bild ist maximal subjektiv und hat keinen Anspruch auf Wahrheit. Oft weißt Du zu wenig darüber, wie effektiv die Leute wirklich miteinander sind, oder wie sie menschlich zueinander stehen. Das ist ausschließlich Deine Wahrnehmung und somit Deine Sicht auf die Welt. Wie Du Dein System wahrnimmst und interpretierst, hat sehr viel mit Dir selbst zu tun – und genau das ist auch das Spannende daran. Es ist eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass Du mit diesem Bild sehr vertraulich umgehst.

Allein der Vorgang der Visualisierung führt häufig schon zu Erkenntnisprozessen, denn implizites Wissen wird explizit. Manchmal ist man selbst überrascht, was am Ende auf dem Papier gelandet ist, denn allein mündlich hätte man das so nie beschreiben können. Oft lässt Dich die Vogelperspektive auf Dein System schnell erkennen, an welchen Beziehungskonstellationen Du arbeiten solltest, damit Du Dinge in Bewegung bringst und positive Energie freisetzt. Am besten geht dieser Erkenntnisprozess im Dialog mit einer anderen Person. Spannend ist auch immer, diese Person zu bitten, frei zu assoziieren, wie das Bild auf sie wirkt – Du wirst überrascht sein, wie gut auch für eine außenstehende Person Knackpunkte in Deinem Beziehungssystem deutlich werden, die Deiner Aufmerksamkeit bedürfen und die Chancen zur Gestaltung mit sich bringen.

So unterstützen wir Dich

Das systemische Portrait nutzen wir gerne im Coaching. Melde Dich gerne bei uns, wenn wir mit Dir in Dein Beziehungsgeflecht eintauchen dürfen.