Wir meinen: Paul Watzlawick hat absolut recht! Und vermutlich erlebst auch Du jeden Tag, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern dass sich ein und dieselbe Situation verschiedenen Personen ganz unterschiedlich darstellen kann. Alles, was wir wahrnehmen, basiert auf unseren Erfahrungen, unserer Sozialisation, eigenen Werten und Moralvorstellungen, sozialen Zwängen, vielem mehr und nicht zuletzt unserer Tagesform. Aber genau diese Vielschichtigkeit von Wahrheit können wir uns auch zu Nutze machen, indem wir REFRAMEN, also umdeuten bzw. neu bewerten!
Hierfür empfehlen wir das Tool!
Immer dann, wenn Du merkst, dass Deine aktuelle Perspektive, z. B. auf einen Konflikt, einen Auftrag, eine Aufgabe, ein anstehendes Gespräch etc. nicht günstig ist, solltest Du versuchen, einmal andere Perspektiven einzunehmen. Im schlimmsten Fall ändert sich nichts. Im besten Fall winkt aber eine neue Einstellung zum Thema, die sich günstig auf Deine Emotionen, Deine Selbstwirksamkeit und Deine Handlungsoptionen auswirkt. Es kann ein kleiner mentaler Neustart sein, Der dir hilft, positiver und resilienter durch den Alltag zu gehen.
So funktioniert es gut!
Arbeite Dich Schritt für Schritt durch die folgenden Punkte:
Problemdefinition
Nimm Dir ein Blatt Papier. Beschreibe links ein aktuelles persönliches Problem: Wie genau zeigt sich das Problem für Dich? Was genau ist daran schlimm?
Vorbildsuche
Suche nun nach Personen, die dieses Problem ganz anders betrachten würden als Du.
Perspektivwechsel
Schreibe nun rechts: Wie würde eine andere Person, z. B. Deine Freundin, diese unverbesserliche Optimistin, die Situation beschreiben? Welche konkreten positiven Punkte würde sie anführen zur aktuellen Situation und den Chancen für die Zukunft? Ergänze, was Du Deiner Freundin raten würdest, wenn Sie das Problem hätte und Dich um Rat fragen würde.
Reflexion
Betrachte beide Seiten: Welchen Punkten der rechten Seite kannst Du zustimmen? Welchen Unterschied macht ihre Sichtweise für Deine Wahrnehmung der Situation? Was fühlt sich gut an und eröffnet neue Perspektiven?
Darauf musst Du achten!
Reframing ist eine Frage der Übung. Am Anfang und je nach Thema fällt es Dir vielleicht schwer, alternative Perspektiven auf das Problem einzunehmen. In diesem Fall kannst Du gut andere nach ihrer Sichtweise fragen. Mit der Zeit wirst Du aber immer besser und schneller werden.
Natürlich kann nicht jedes Problem weggeframed werden. Das wäre naiv und bei einigen Problemen vielleicht sogar fahrlässig. Dennoch schadet es auch bei komplexen oder großen Problemen nicht, die oben genannten Schritte durchzuführen. In Schritt 4 kannst Du noch immer entscheiden, ob die Perspektive auf der rechten Seite für Dich handlungsleitend werden soll oder nicht.
So unterstützen wir Dich
Häufig ist es selbst schwierig, neue Perspektiven einzunehmen. Wenn Du Unterstützung brauchst, sprich uns gerne für ein Coaching an.
Dies empfehlen wir Dir zusätzlich
Reframing hat mit Konstruktivismus zu tun, dem auch Paul Watzlawick angehört. Wenn Du wissen willst, was er zu diesem Thema zu sagen hat, schau doch mal hier herein: https://www.youtube.com/watch?v=3dkrIN3Is1U