Falls das Thema für euch völlig neu ist: Wir unterstützen seit einigen Jahren die Organisation Kumanga e.V., die rund um den letzten verbliebenen Fleck Regenwald in Malawi aktiv ist. Dorthin haben wir in den letzten Jahren 70% unseres für CO2-Kompensation vorgesehenen Budgets gespendet. Unsere Kollegin Julia lebt in Malawi und ist eng vernetzt dem den dortigen Ehrenamtlichen und kann uns regelmäßig aus erster Hand berichten, wie das Projekt läuft. Das berichtet Julia:
Unsere letzte Spende als Kompensation für unsere 2022er Emissionen in Höhe von ca. 50 Tonnen haben wir Ende 2023 an Kumanga e.V. übertragen. Damit haben wir im Laufe dieses Jahres folgendes umgesetzt:
- Wir haben 100 Kochöfen finanziert. Idee: In Malawi wird größtenteils mit Feuerholz gekocht, und das meist auf einem 3-Steine-Feuer. Dafür braucht es viel Holz und damit werden bei stark wachsender Bevölkerung eben jedes Jahr immer mehr Bäume gefällt. Kochöfen sind wesentlich effizienter und brauchen weniger Holz als das traditionelle 3-Steine-Feuer. Konservativ berechnet können wir von 1t jährlicher CO2-Kompensation pro Kochofen ausgehen.
- Einen großen Teil des restlichen Budgets haben wir in Giant-Bamboos gesteckt. Die Idee dahinter ist, dass diese sehr schnell wachsen (ohne invasiv zu sein) und damit eine gute Alternative für Feuerholz darstellen. Mit 5 dieser Bamboo-Setzlinge kann der Feuerbedarf einer 6-köpfigen Familie über mehrere Jahrzehnte gedeckt werden. Das ist das Versprechen; die Aktion ist eine Pionieraktion in der Region und wir werden in den kommenden Jahren sehen, wie gut sich das ausgeht. Bislang sind die Überlebensraten dieser Bamboos sehr gut und die Hoffnung ist, dass damit die Abholzung der Bäume etwas zurückgeht. Insgesamt haben wir 700 Bamboos gesponsert.
- Zudem haben wir noch 1.000 Obstbäume verteilt. Diese gingen vor allem an die lokalen (Kaffee-)Farmer: einerseits perspektivisch als CO2-Speicher, aber vor allem auch als mögliche zusätzliche Nahrungs- und Einkommensquelle.
- Und wir haben dieses Jahr ein Learning aus den vergangenen Jahren berücksichtigt: Bäume können nicht einfach verteilt und gepflanzt werden. Es braucht Begleitung und Training, um die Überlebensraten zu steigern. Denn gerade in den ersten Jahren brauchen die Bäume Ziegenschutz und Wasser, damit sie gut überleben. Wir hatten letztes Jahr schon einen Teil des Budgets in Trainings investiert, haben damit schon kleine Erfolge gesehen - und haben das dieses Jahr noch ausgeweitet.
Für die Kompensation 2023 sind wir übrigens gerade in der Planung. Auch hier lassen wir wieder die Learnings aus den letzten Jahren einfließen - und uns wie bislang von dem Grundsatz leiten: Emissionen großzügig kompensieren und gleichzeitig zum Gemeinwohl der Community beitragen.
Hier eine Auswahl an Fotos aus dem Projekt
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