Wir sind mit unseren Daten umgezogen – und das fühlt sich richtig an.

Nach der Re-Bilanzierung ist vor der Re-Bilanzierung. Das bedeutet für uns, dort nachzujustieren, wo wir noch gemeinwohliger werden können. Eine unserer Maßnahmen betrifft etwas, das im Alltag fast unsichtbar ist und doch enormen Einfluss hat: Unsere digitale Infrastruktur.
Und deshalb haben wir unsere Daten von Google zu Infomaniak verlagert.

Der Umzug ist mehr als ein technischer Wechsel. Mit Blick auf unsere Gemeinwohl-Bilanz zahlen wir mit dem Wechsel auf die „Schnittstelle zu Lieferanten“ ein, was entlang von vier Dimensionen betrachtet wird:

(1) Menschenwürde, (2) Solidarität und Gerechtigkeit, (3) ökologische Nachhaltigkeit sowie (4) Transparenz und Mitentscheidung in der Zulieferkette.
Mit dem Wechsel zu Infomaniak haben wir das Gefühl, in all diesen Dimensionen stimmiger unterwegs zu sein.

Infomaniak ist ein unabhängiger Schweizer Cloud-Anbieter und seit 2025 B-Corp-zertifiziert. Für uns ist das weniger ein Gütesiegel als ein überprüfbarer Rahmen: soziale Wirkung, ökologische Verantwortung und unternehmerische Governance werden hier nicht getrennt gedacht, sondern zusammengeführt.
Besonders beeindruckt hat uns der Umgang mit Energie. Das neue Rechenzentrum D4, 2025 in Betrieb genommen, ist eine technologische Weltneuheit. Es verwertet 100 % der eingesetzten Energie wieder. Die Abwärme der Server wird nicht in die Atmosphäre abgegeben, sondern über Wärmepumpen nutzbar gemacht. Im Winter werden damit rund 6.000 Wohnungen in der Region Genf beheizt, im Sommer reicht die Energie rechnerisch für 20.000 warme Duschen täglich.

Ein weiterer relevanter Punkt für uns besteht darin, dass alle Daten in der Schweiz bleiben. Die Infrastruktur ist ISO-zertifiziert, basiert auf offenen und reversiblen Formaten und ist darauf ausgelegt, digitale Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Was uns ebenfalls überzeugt hat, ist die Eigentümerstruktur. Infomaniak gehört zu 100 % den Mitarbeitenden. Keine spekulativen Investor:innen, kein Exit-Narrativ, kein Wachstumsdruck um jeden Preis.
Diese Struktur macht es möglich, ökologische Ziele ernst zu nehmen: Infomaniak nutzt seit 2007 ausschließlich erneuerbaren Strom und kompensiert seinen CO₂-Fußabdruck zu 200 %. Berücksichtigt werden dabei nicht nur der Betrieb, sondern auch die Herstellung und das Lebensende der Server sowie die täglichen Arbeitswege der Mitarbeitenden.
Statt Server alle paar Jahre auszutauschen, werden sie bis zu 15 Jahre genutzt, also so lange, bis sich ihr CO₂-Fußabdruck durch den Betrieb mit erneuerbarer Energie real ausgeglichen hat. Leistung und Zuverlässigkeit bleiben dabei durch redundante Cloud-Architekturen erhalten.

Hinter all dem stehen über 300 Menschen, die sich täglich dafür einsetzen, digitale Infrastruktur ethisch, sicher und zukunftsfähig zu gestalten. Ein Teil des mit Wachstum erzielten Gewinns fließt jedes Jahr in NGOs, die sich für soziale Gerechtigkeit, Klima, Biodiversität und die Regulierung besonders schädlicher Industrien einsetzen. Umweltorganisationen stellt Infomaniak seine Infrastruktur sogar kostenlos zur Verfügung.

Der Wechsel zu Infomaniak ist für uns weniger ein Tool-Upgrade als eine stimmige Haltungsentscheidung und vor allem ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Gemeinwohl!